
Spruch-Weisheiten,
Sinnsprüche & Sentenzen
– über Leben & Welt
Spruch-Weisheiten und Sinnsprüche sind prägnante Kurzsprüche über den Sinn des Lebens (Philosoophie), Lebenswege, wichtige Lebensabschnitte und das richtige Verhalten.
Sie überliefern Lebenserfahrungen und konkrete Tipps zur Lebenspraxis oder Erinnerungen. Anders als Philosophische Sprüche oder Lebenssprüche zählen Sinnsprüche, Sentenzen und Spruch-Weisheiten zu den Volksweisheiten. Die geflügelten Worte wurden meist aus beliebten Dichtungen oder Bibeln entnommen und sind bis heute noch bekannt.
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Was du nicht willst, dass man dir tu
– das füg auch keinem andern zu
»Alles, was in dieser Welt Wertschätzung verdient, hat seinen Ursprung im Herzen, nicht im Kopf.«
Worte sind schneller gezückt als Waffen. Bei gleicher Wirkung.
Je klüger man wird,
desto weniger Dinge erscheinen
selbstverständlich.
Großes entsteht aus kleinen
Bausteinen. Der ganz große
Erfolg ist meistens eine Summe
von Kleinigkeiten.
"KUNST" ist,eigene Wege zu gehen auf denen Dir Andere folgen.
''Lebe dein Leben nie ohne ein Lachen, denn es gibt Menschen, die von deinem Lachen leben.”
Ein Augenblick der Geduld
Kann vor großem Unheil bewahren,
Ein Augenblick der Ungeduld
Ein ganzes Leben zerstören.
– Chinesisches Sprichwort
Deutsche Spruchkultur
– Sinnsprüche gehören zur Alltagspraxis
Weisheitssprüche & Sentenzen spielten vor allem für die Menschen in früheren Epochen eine entscheidende Rolle. Sie waren wirklich überall in der alltäglichen Lebenspraxis verankert.
Zum Beispiel findest Du heute noch Sprüche in alten Wirtshäusern oder Wohnhäusern. Dort dienten sie als Wandschmuck in Form von Haussegen, Wandsprüchen & Lebensregeln.
Im Laufe der Moderne hat sich das etwas verschoben. So findest du Sinnsprüche vor allem auf Sammeltassen, Gläsern und Keramikgeschirr, auch auf Kissenbezügen, Handtüchern, Bändern und Abreißkalendern.
Auch in Schulen operierte man mit Sinnsprüchen & Weisheiten, zum Beispiel in Form von Fleißbildchen. In der Kirche lassen sich Spruchbilder auch nicht mehr wegdenken. Einlegebildchen gab es zum Beispiel in Gesangsbüchern.
„Die massenhafte Produktion von Sinnsprüchen entstand parallel zu einem allgemeinen sprunghaften Anwachsen des Wandschmucks in den Jahren vor und nach 1850, bedingt durch Verbesserungen von Drucktechniken im Rahmen der fortschreitenden Industrialisierung.“ (Quelle: Wikipedia)
Hochmut kommt vor dem Fall.
Viele Köche verderben den Brei
Man sieht den Splitter im fremden Auge, im eigenen den Balken nicht. (Jesus)
Auch eine Pfütze spiegelt den Himmel.
Man sollte das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.
Adel sitzt im Gemüte, nicht im Geblüte.
Wer alles will, bekommt nichts.
Genieße dein Leben ständig
– du bist länger tot als lebendig!
(Autor unbekannt)
Redewendungen aus dem Mittelalter
Quelle: kompletter Text von André Allrath / Mittelalter-Kontor
08/15 (Nullacht-fünfzehn)
Ausdruck für sinnlosen Schematismus, verbreitet durch die Roman- und Filmtrilogie "08/15" von H.H. Kirst (1954).
Das Maschinengewehr 08/15 war das Standard-MG der deutschen Truppen im 1. Weltkrieg. Jeder Soldat wurde damit gedrillt.
Im 2. Weltkrieg wurde der Begriff für veraltete Massenware und überhaupt alles, mit dem man sich bis zum Überdruss beschäftigen musste, gebräuchlich. 08/15 wurde so zu einem Synonym für Standard.
Immer der Nase nach
wurde den Händlern und Gauklern gesagt, wenn man sie zur nächsten Burg und dem dazugehörigen Markt schickte.
Da die Fäkalien damals einfach in den Burggraben geschüttet wurden, stank die Festung schon von Weitem.
Unter aller Kanone
Entstammt der Schülersprache — scherzhafte Umdeutung des lateinischen "sub omni canone" ("unter aller Richtschnur").
Belegt ist sie seit dem 19. Jahrhundert.
Da beißt die Maus keinen Faden ab
2 Herkunftsmöglichkeiten:
1) Eine beruft sich auf den 17. März, den Tag der heiligen Gertrud, die im Mittelalter vor allem zur Abwehr von Ratten- und Mäuseplagen angerufen wurde.
Zu jenem Datum stellten die Bauern die Winterarbeiten ein und begannen mit Feldbestellung und Gartenarbeit.
Wenn am Gertrudentag noch gesponnen wird, so behauptete man, werde der Flachs von den Mäusen zerfressen, oder der Faden abgebissen.
Die Redewendung soll schon vor 1400 gebräuchlich gewesen sein.
2) Die andere vermutet, es handele sich um die Versicherung eines Schneiders gegenüber dem Kunden, daß dessen Stoff bei ihm sicher sei.
Jemandem einen Korb geben
Nach einem alten volkstümlichen Motiv wurde der Freier in einem Korb, der aus dem Fenster der Angebeteten heruntergelassen wurde, hinaufgezogen.
War der Freier unerwünscht, wurde ein Korb mit lockerem Boden heruntergelassen. Dieser brach unter dem Gewicht des Freiers durch.
Eine andere Variante der Abweisung bestand darin, den Korb mit dem Freier auf halber Höhe des Hauses "hängen zu lassen".
Das geht auf keine Kuhhaut
Soll heißen, es paßt auf kein noch so großes Pergament.
Bevor das Papier im 13. Jahrhundert dank der ersten europäischen Papiermühlen seinen Siegeszug antrat, wurde auf Pergament geschrieben. Und das wurde normalerweise aus Schafs- oder Kalbshäuten gemacht.
Die Menschen jener Zeit glaubten nun, daß der Teufel ihre Sünden aufschreibt.
War man ein richtiger Bösewicht, dann brauchte der Teufel schon eine Kuhhaut, um alle Schandtaten aufzuschreiben.
Wurde selbst die zu klein, war der Mensch ein echter Schurke. Und zu viele Sünden gingen "auf keine Kuhhaut".
Der erste Beleg für die Redewendung sind die "sermones vulgares" von Jaques de Vitry (vor 1240).
Sinnsprüche divers
"Der erste Eindruck zählt."
"Eigenlob stinkt, Freundes Lob hinkt, Fremdes Lob klingt."
"Worten sollten Taten folgen."
"Messer, Gabel, Schere, Licht, sind für kleine Kinder nicht."
"Wie du mir, so ich dir."
"Eine Hand wäscht die andere."
"Der Lauscher an der Wand hört nur die eigene Schand'."
"Geteiltes Leid ist halbes Leid."
"Kleider machen Leute."
"Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen."
"Narrenhände beschmieren Tisch und Wände."
"Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem andern zu."
"Der Klügere gibt nach."
"Ein Lächeln ist die schönste Sprache der Welt."
"Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz."
"Wer Wind sät, wird Sturm ernten."
(Bibel, Hosea 8,7)
"Ordnung ist das halbe Leben."
Sinnsprüche aus dem Mittelalter
Quelle: kompletter Text von André Allrath / Mittelalter-Kontor
Abblitzen lassen
Bei den ersten Gewehren, bei denen man zum Laden die Kugel in den Lauf stopfte und das Schießpulver in eine Pfanne schüttete, blitzte beim Betätigen des Abzugs das Pulver häufig ab, so dass der eigentliche Schuss gar nicht losging und die Kugel im Lauf verblieb.
Man hatte den Schuss also abblitzen lassen - im Gefecht meistens ein einmaliges Missgeschick.
Einen Zahn zulegen
Im Mittelalter hingen in den Burgküchen die großen Töpfe an gezackten, einem Sägeblatt ähnliche Eisenschienen, mit denen man die Höhe der Töpfe über dem Feuer regulieren konnte.
Wenn man also früher einen Zahn zulegte, brachte man den Topf näher ans Feuer heran und die Speisen wurden schneller gar.
Sich verzetteln
Im Althochdeutschen bedeutete "zetten" so viel wie ausbreiten, verstreuen.
Daraus entstand verzetteln im Sinne von nutzlos ausbreiten.
Das Verb hat aber nichts mit dem Zettel zu tun, es kommt von dem mittellateinischen "cedula".
Es gelangte als Zeddel Anfang des 14. Jahrhunderts ins Deutsche.
Da liegt der Hund begraben
diverse Deutungsversuche
Zum einen war der "alte Hund" früher Synonym für eine alte Sache, auch für einen Wertgegenstand, der eventuell irgendwo versteckt wurde.
Der "begrabene Hund" konnte also ein vergrabener Schatz gewesen sein.
Zum anderen soll es sich dabei um den in der Erde verborgenen schwarzen Schatzhütehund aus einer Volkssage handeln, der anstelle des Teufels als Schatzwächter auftritt.
Sich etwas hinter die Ohren schreiben
Im Mittelalter konnten die meisten Menschen weder lesen noch schreiben. Verträge mussten sie aber trotzdem schließen.
Häufig ging es dabei um Grenzziehungen von Grundstücken. Damit diese mündlichen Verträge später auch vor Gericht Bestand hatten, waren Zeugen nötig.
Als "Erinnerungshilfe" wurden diese Zeugen an den Ohren gezogen oder sogar geohrfeigt. Denn was mit Schmerzen verbunden ist, merkt sich der Mensch besonders gut.
Da liegt der Hase im Pfeffer
Es handelt sich um eine kulinarische Delikatesse, die vor allem im Mittelalter beliebt war.
Pfeffer war damals eine heiß begehrte Handelsware und verfeinerte vor allem Fleischspeisen.
Die Gewürzbrühe, in die das Fleisch eingelegt wurde, nannte man sogar "Pfeffer".
Unser Hase im Pfeffer ist also ein Hasenbraten, der in einer kräftigen Pfeffersoße zubereitet wird.
"Hochmut kommt vor dem Fall."
Sentenzen aus dem Mittelalter
Quelle: kompletter Text von André Allrath / Mittelalter-Kontor
Geh hin wo der Pfeffer wächst
Diese Redensart ist schon seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Pfeffer wurde im Mittelalter als exotisches Gewürz gehandelt und war vor allem wegen seines langen Transportweges dementsprechend kostbar und teuer.
Das Land aus dem der Pfeffer importiert wurde, war Indien. Für damalige Verhältnisse unvorstellbar weit entfernt.
Tohuwabohu
Das Wort "Tohu wa bohu" kommt aus dem Hebräischen und wird in der Bibel gleich am Anfang in der Schöpfungsgeschichte erwähnt.
Im 1. Buch Mose (1,2) steht in der übersetzten Version: Und die Erde war wüst und leer.
In der hebräischen Fassung steht an der Stelle Tohuwabohu, was wörtlich übersetzt so viel bedeutet wie Finsternis und Abgrund.
Das Tohuwabohu beschreibt ursprünglich den Zustand der Erde vor Beginn der Schöpfung.
Auf dem Holzweg sein
Folgt man einem falschen Gedankengang, ist man somit auf dem Holzweg und rennt einem Irrtum hinterher.
Der Transport von abgeschlagenen Holzstämmen gräbt tiefe Schneisen in den Waldboden.
Diese Furchen verwechseln Spaziergänger oft mit normalen Wegen durch den Wald. Diese Holzwege enden jedoch abrupt an der Stelle, an der der Baum geschlagen wurde.
Das sind mir ja ein paar Pappenheimer
Die Pappenheimer galten als besonders tapfere Gefolgsleute.
Sie versichertem dem Herzog von Wallenstein trotz Landesverrats ihre Treue.
Populär wurden sie durch Friedrich Schillers Drama "Wallensteins Tod".
Darin legte der Dichter dem Feldherrn Wallenstein das Zitat "Daran erkenn ich meine Pappenheimer" in den Mund.
Alter Schwede!
Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst von Preußen, wollte nach dem 30-jährigen Krieg sein Heer auf Vordermann bringen.
Seine eigenen Landsleute schienen ihm für diese Zwecke allerdings nicht passend.
Hinz und Kunz
Im Mittelalter waren die verbreitesten Vornamen Heinrich und Konrad.
Was in der Kurz- und Rufform zu Hinz und Kunz wurde.
Viele Herrscher und angesehene Männer trugen zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert diesen Namen.
Sinnsprüche Bescheidenheit
Klein, aber fein
"Weniger ist mehr!"
"Träume sind Schäume"
"Einbildung ist auch eine Bildung"
"Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach."
"Lieber arm dran als Arm ab."
"Übermut tut selten gut."
"Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert."
"Kleinvieh macht auch Mist."
"Schuster, bleib bei deinen Leisten."
Weisheiten aus dem Mittelalter
Quelle: kompletter Text von André Allrath / Mittelalter-Kontor
Wolkenkuckucksheim
entstand 414 v. Chr. unter der Feder des griechischen Schriftstellers Aristophanes.
Er beschreibt in der Komödie "Die Vögel" eine Traumstadt der Freiheit, des Reichtums und des Genießens. Vögel haben sie in die Luft gebaut, fernab der bösen Welt.
Der Philosoph Arthur Schopenhauer übersetzt 1814 erstmals das griechische "nephelokokkygia" mit Wolkenkuckucksheim und prägte so den deutschen Begriff.
Aus dem Nähkästchen plaudern
Das Nähkästchen war ein Accessoire, dass für gewöhnlich nie in Männerhände fiel.
Zwischen Nadel und Faden lag daher Handwerkszeug, sondern auch geheime Briefe oder persönlichen Krimskrams.
Populärstes Beispiel ist das Nähkästchen von Fontanes Effi Briest. Ihr Mann fand darin Briefe, die sie ihrer Affäre überführten.
Mit allen Wassern gewaschen sein
Wer mit allen Wassern gewaschen ist, verhält sich umgangssprachlich clever, gerissen und gewitzt.
Ursprünglich bezog sich diese Redewendung auf weit gereiste Seeleute, die schon mit dem Wasser verschiedener Ozeane in Berührung gekommen waren.
Sie haben durch ihre langen Schifffahrten und den Besuch zahlreicher Länder ihre Lebenserfahrung eminent gesteigert.
Ist mir Schnuppe
Als "Schnuppe" bezeichnet man das verkohlte Ende des Kerzendochts.
Etwas absolut wertloses und uninteressantes.
Eine Eselsbrücke bauen
Esel gelten im Volksmund als dumm und störrisch. Sie verabscheuen es zum Beispiel, nasse Hufe zu bekommen.
Mit den meisten Langohren ist es absolut unmöglich, einen Fluss oder einen Bach zu durchqueren. Ein Problem, mit dem vor allem die Menschen vor der Erfindung des Automobils konfrontiert waren.
Mussten sie auf ihrem Weg einen Fluss passieren, wurden eigens für die störrischen Esel an schmalen Stellen des Wassers Brücken gebaut: die so genannten Eselsbrücken.
Eine Eselsbrücke war daher ursprünglich ein kleiner Umweg, aber er führte trotzdem ans Ziel.
"Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing'."
Redensarten aus dem Mittelalter
Quelle: kompletter Text von André Allrath / Mittelalter-Kontor
Aus der Bahn geworfen
Wer beim ritterlichen Turnier aus der (Turnier-)Bahn geworfen wurde, hatte den Kampf verloren.
Da bleibt der Bissen im Halse stecken
Mittelalterliches Gottesurteil: der Beschuldigte musste ein Stück trockenen Brotes oder harten Käses ohne Flüssigkeit hinunterschlucken.
Gelang dies ohne Schwierigkeiten, war er frei.
Jemanden ausstechen
Beim ritterlichen Turnier mit der Lanze aus dem Sattel stechen.
Montags blau machen
Eigener Ausdruck der Wollfärber: die an der Luft schnell indigoartig-blaufärbende Wolle wurde den ganzen Sonntag über im Bad gelassen, um sie montags an der Luft trocknen zu lassen;
so konnten die Gesellen an diesem Tage ausruhen.
In die Bresche springen
Aus dem Französischen: bruche. Ist die vom Belagerer in die Festungsmauer geschlagene Lücke, die von den Belagerten gehalten, also verteidigt werden musste.
War einer der Verteidiger gefallen, musste ein anderer seinen gefährlichen Platz einnehmen, also in die Bresche springen.
In die Brüche gehen
von Bruch, Sumpf, vergleiche den Oderbruch bei Berlin;
also in den Sumpf geraten, umkommen.
Im Mittelalter war bruch = Strafe.
Torschlußpanik bekommen
bis ins 19. Jhd. hinein mussten abends die Stadttore geschlossen werden;
wer fremd war, musste bis dahin die Stadt verlassen haben, und konnte in Panik geraten, wenn er vor dem bereits verschlosssenen Tor ankam.
Jemanden etwas anhängen
Im mittelalterlichen Recht wurde dem Rechtsbrecher ein anschauliches Zeichen seines Vergehens um den Hals gehängt:
dem Dieb der gestohlene Gegenstand, Trinkern eine Flasche, zänkischen Weibern ein Besen und Buhlerinnen Steine von obszöner Gestalt.
Das Zurschaustellen von, oft zum Tode verurteilten, Deliquenten mittels umgehängter Schilder wird noch heute in China praktiziert.
Für jemanden die Hand ins Feuer legen
Bei einem mittelalterlichen Gottesurteil musste der Angeklagte eine Weile die Hand ins Feuer halten;
der Grad der Verbrennung entsprach dem Grad des Verschuldens.
Wunden wurden stets sofort verbunden. Als unschuldig habe nur der gegolten, der in kürzester Frist wiederhergestellt war.
Sinnsprüche Treue & Dank
"Man beißt nicht die Hand, die einen füttert."
"Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul."
"Hast du nichts Gutes zu sagen, sage lieber gar nichts!"
"Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt."
"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold."
"Sage nicht immer, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst."
"Kleinvieh macht auch Mist."
"Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."
"Ein jeder ist seines Glückes Schmied."
Sinnsprüche Eigenverantwortung
"Du bist nur einmal jung."
"Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein."
"Ehrlich währt am längsten."
"Holzauge, sei wachsam."
"Wie man sich bettet, so liegt man."
"Mitgefangen, mitgehangen."
"Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt an die Quelle."
"Wer A sagt, muss nicht zwangsläufig B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war."
"Wer flüstert, der lügt."
"Ein reines Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen."
"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht."
"Lügen haben kurze Beine."
"Es gibt nichts Gutes außer man tut es."
"Klug wird man nur aus Erfahrung."
"Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist."
Der Neider sieht nur das Beet, aber den Spaten sieht er nicht."
"Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berge gehen.
"Not macht erfinderisch."
"Selbsterkenntnis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung."
"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg."
"Probieren geht über studieren!"
"Ein gutes Turnierpferd springt nicht höher, als es muss."
"Wer A sagt, muss auch B sagen."
"Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir."
"Ein jeder ist seines Glückes Schmied."
Sinnsprüche Erfahrung
"Geld stinkt nicht."
"Hinterher ist man schlauer."
"Undank ist der Welt(en) Lohn."
"Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen."
"Der Fisch stinkt vom Kopf her."
"Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch."
"Geld allein macht nicht glücklich." Nachsatz: "… aber es beruhigt."
"Gib den kleinen Finger, und man nimmt die ganze Hand."
"Wo gehobelt wird, da fallen Späne."
"Liebe geht durch den Magen."
"Des einen Leid ist des anderen Freud'."
"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert."
(Werner Kroll, 1945)
"Wenn Zwei sich streiten, freut sich der Dritte."
"Kinder und Narren sagen immer die Wahrheit."
"Die Katze lässt das Mausen nicht."
Ein Unglück kommt selten allein.
"Wer zuletzt lacht, lacht am besten."
"Jung gefreit, früh bereut."
"Kindermund tut Wahrheit kund."
"Reisende soll man nicht aufhalten."
"Der beste Prediger ist die Zeit."
Sinnsprüche Gesundheit, Arbeit, Moral
"Ein rollender Stein setzt kein Moos an."
"Von nichts kommt nichts."
"Wenn du schnell ans Ziel willst, gehe langsam."
"Mühsam nährt sich das Eichhörnchen."
"Was juckt es die stolze Eiche, wenn sich der Eber an ihr reibt?”
"Lachen ist die beste Medizin."
"Der Glaube kann Berge versetzen."
(Bibel, 1. Korinther 13,2)
"Der Ton macht die Musik."
"Erst die Arbeit, dann das Vergnügen."
"Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen."
"In der Ruhe liegt die Kraft."
"Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus."
"Wer rastet, der rostet."
"Müßiggang ist aller Laster Anfang."
"Geben ist seliger denn nehmen."
(Bibel, Apostelgeschichte 20,35)
"Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut."
"Kommt Zeit, kommt Rat."
"Was lange währt, wird endlich gut."
"Übung macht den Meister."
"Besser spät als nie."
"Ein Apfel am Tach [Tag] hält den Doktor in Schach."
Voller Bauch studiert nicht gern."
"Der Esel nennt sich immer zuerst."
"Eile mit Weile."
"Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben."
"Der beste Arzt ist jederzeit des eigenen Menschen Mäßigkeit."
"Nach dem Essen sollst du ruhen oder (auch: und dann) tausend Schritte tun."
"Die Absicht ist die Seele der Tat."
"Der Wunsch
ist der Vater des Gedankens."
Sinnsprüche ironisch/sarkastisch
"Hunger ist der beste Koch."
"Nachts sind alle Katzen grau."
"Totgesagte leben länger."
"Viel hilft viel."
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr."
"Willst du was gelten, dann mach dich selten!"
"Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen."
"Wie der Herr, so's Gescherr."
"Wie's die Alten sungen, so zwitschern's auch die Jungen."
"Einen alten Baum verpflanzt man nicht."
"Handwerk hat goldenen Boden."
"Jeder Topf hat einen Deckel."
"Schlafende Hunde soll man nicht wecken."
"Was sich neckt, das liebt sich."
"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm."
"Der Schuster hat (oder trägt) die schlechtesten Schuhe."
"Die Wahrheit liegt in der Mitte."
"In der Not frisst der Teufel Fliegen."
"Quantität ist nicht gleich Qualität."
"Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste."
"Wer schläft, der sündigt nicht."
"Jedem Tierchen sein Pläsierchen."
"Jeder kehrt vor seiner eigenen Tür."
"Wie der Vater, so der Sohn."
"Wer nicht will, der hat schon."
"Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen."
"Leben und leben lassen."
"Blut ist dicker als Wasser."
"Stille Wasser sind tief."
Sinnsprüche Wahrheit & Irren
"Es ist nicht alles Gold, was glänzt."
"Außen hui und innen pfui."
"Harte Schale und weicher Kern."
"Ende gut, alles gut."
"Das fünfte Rad am Wagen sein."
"In der Kürze liegt die Würze."
"Wer die Wahl hat, hat die Qual."
"Wer schön sein will, muss leiden."
"Trautes Heim, Glück allein."
"Liebe macht blind."
"Klappern gehört zum Handwerk."
"Jedes Ding hat zwei Seiten."
"Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen."
"Die Letzten werden die Ersten sein! (Bibel)
"Viel Lärm um nichts."
"Das schlägt dem Fass den Boden aus."
"Wie die Faust auf`s Auge."
"In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt."
"Guter Rat ist teuer."
"Glück im Unglück haben."
"Tritt ein, bring Glück herein."
"Pech im Spiel, Glück in der Liebe."
"Wenn man vom Teufel spricht, dann kommt er gelaufen."