Typische Gedanken bei Depression – Depressive Gedankenkreise

Typische Gedanken bei Depressiven drehen sich um Versagen & Schuld. Dabei erzeugen Depressionen mentale Untertitel. Lies hier die häufige & typische Gedanken bei Depressionen und was depressive Gedankenkreise ausmacht.

Typische Gedanken Depression: Gedankenkreisen

Wie denken Depressive Menschen?

Depressive denken etwas anders. Lies hier von Gedankenkreisen mit Untertiteln und ihrer Wirkung.

 

Inhaltsverzeichnis: Typische Gedanken bei Depressionen


Depressive Gedanken (Gedankenkreisen)

Als Mensch produzierst Du unentwegt Gedanken. Das ist eine ganz natürliche Sache, völlig normal. In den meisten Situationen fällt Dir das gar nicht auf, weil ein Gedanke den anderen ablöst und Du nicht jedem Denkinhalt gleich viel Aufmerksamkeit schenkst. (Vgl. Gedanke & Denken – Was sind Gedanken?)

Bei Depressionen ist das Denken jedoch verändert. Das bedeutet einerseits, dass Du völlig andere Gedanken hast als alle anderen Menschen. Abstruse Gedanken, die während der Depression aber total logisch erscheinen.

Andererseits gibst Du depressiven, dysfunktionalen Gedanken, die andere auch haben, viel mehr Bedeutung als „normalerweise“.

So entstehen mentale Untertitel, die den Ereignissen und Menschen um dich herum einen anderen Sinn verleihen. Insbesondere der Negativitätseffekt ist bei Depressionen extrem stark ausgeprägt (vgl. Kognitive Verzerrungen – Denkfehler, die wir alle machen).

Die Gedanken-Gewalt bei Depressionen

Die Intensität der negativen Gedanken besitzt eine gnadenlose Wucht. Sie sind so einnehmend, dass Du nichts dagegen tun kannst.

Das ist auch der Grund, warum Du, wenn Du nicht selbst eine Depression erlebt hast, nicht nachvollziehen kannst, wieso Depressive dies und jenes denken. Bzw. Solche negativen Gedanken überhaupt verfolgen.

Wenn Du betroffen bist, hast Du Verständnis für die Grausamkeit Deiner Gedanken.

 

Typische Gedanken bei Depressionen

Wahrnehmung mit negativen Untertiteln

Wenn man versucht, etwas in einfachen Worten zu erklären, ist das Risiko der Pauschalisierung groß. So auch hier: Ich kann natürlich nicht für jeden einzelnen Depressiven sprechen. Dafür hat die Krankheit zu viele Facetten – so viele Facetten wie es Menschen gibt.

Andererseits finden sich immer wieder Gemeinsamkeiten in den Gedankenkreisen von depressiven Menschen.


Gedankliche Themen von Depressiven sind oft:

  • Existenzangst,

  • Beziehungszweifel,

  • Kindheit und Erziehung,

  • traumatische Erlebnisse,

  • Zukunftsangst (siehe Existenzangst)


 

Ich erkläre die Art des depressiven Denkens und Erlebens gerne mit der Untertitel-Metapher:

Du nimmst als Depressiver Dich selbst und Deine Umwelt anders wahr. Plötzlich bekommen die kleinsten Dinge eine schrecklich negative Bedeutung.

Jedes Wort, jeder Blick, jedes Handeln und jedes Ereignis wird zum Zeugnis Deiner Unzulänglichkeit fürs Leben. Ein einfacher Satz wie “Alles klar bei Dir?” wird mit einem mentalen Untertitel versehen, der ein vernichtendes Urteil enthält.

Diese Untertitel sind selbstverständlich nicht unbedingt wahr. Und auch nicht jedes Mal präsent.

Wenn sie jedoch auftauchen (meist in akuten Depressionsphasen) dann besitzen sie eine Realität, die mich ständig in tiefste Selbstzweifel und Ängste stürzt.


  • „Ich bin schuld an meiner Krankheit“

  • “Ich bin an allem schuld, das schief geht”

 

1) Schuldgedanken & Schuldfragen

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Schuldgefühle sind typisch während einer Depression. Vor allem, wenn die Frage, was Deine Depression verursacht hat, allgegenwärtig ist.

Nicht nur bei Betroffenen selbst, sondern auch beim Umfeld: Familie, Freunde, Bekannte und Partner stellen oft oder immer wieder die Frage „Warum bist Du depressiv?“

Und als Depressiver setzt Du Dich noch intensiver mit dieser Fragestellung auseinander.

Das hat einen triftigen Grund: Du hoffst, dass wenn Du eine Antwort findest, eine Erleichterung und Klarheit zu spüren ist – beides Dinge, die Du in einer Depression so dringend zum Aufatmen bräuchtest. Du hoffst, dadurch die erdrückende Enge zu überwinden, in der sich Dein Denken und Gefühlsleben abspielt.

 

Warum passiert das ausgerechnet mir?!

Leider haben Depressionen aber nicht eine einzige Ursache. Es spielen so viele verschiedene Faktoren ineinander, dass Deine Ursachenforschung sich im Kreis dreht. Und das immer wieder - Tag und Nacht, Monat für Monat.

Noch schlimmer: das ständige Grübeln über das WARUM, raubt Dir als psychisch Kranken eine Menge Energie. Zum Schluss kommen (fast) alle Betroffenen auf die gleiche Antwort: „Ich allein bin Schuld an meiner Depression.“

Darüber hinaus fühlst Du Dich als depressiver Mensch verantwortlich für das Glück der Familie und des Partners. Eigentlich für alles. Und wenn etwas nicht stimmt, kehrst Du selbstverständlich zur Schuldbekenntnis zurück: Du allein bist an allem Schuld!

Schuldgefühle & depressive Angst sorgen dafür, dass Sätze von anderen mit einer anderen Konnotation versehen werden. Die Frage „Warum bist Du depressiv?“ verliert ihren Frage-Charakter und wird zum Vorwurf.

 

Vor meinen Augen entstehen so folgende mentale Untertitel:

  • „Was läuft in Deinem Kopf falsch, dass Du überhaupt depressiv geworden bist?!“

  • „Du musst doch endlich mal wissen, warum Du Probleme hast?“

  • „Bist Du wirklich depressiv oder lässt Du Dich nur zu sehr gehen?“

  • „Jetzt musst Du aber mal lernen, mit Dir selbst klarzukommen.“

  • „Jeder hat Probleme und Du bist gleich depressiv, oder was?“

  • „Ich glaube Dir nicht. Depressionen gibt’s nicht.“

  • „Keiner mag mich.“

  • „Niemand kann mich lieben“

  • “Die anderen schämen sich für mich”

 

2) Ablehnungsangst & Einsamkeit

Dein Selbstwertgefühl ist bei Depressionen nicht nur durchlöchert, es ist förmlich ausgehöhlt - nur leere Hülle, die beim kleinsten Lüftchen in sich zusammenbricht.

Außerdem wissen depressive Menschen, dass ihr Verhalten und ihre negativen Gedanken für andere anstrengend sind.

Das ist zum Teil den Sozialen Medien zu verdanken, auf denen die meisten User eine Scheinrealität entwerfen und Good Vibes Only (vgl. toxische Positivität) postulieren.

Aber nicht nur: Fröhlichkeit als erwünschte Emotion wird Dir bereits in der Erziehung eingeimpft. Negative Emotionen dagegen sind unangenehm und sollten in der Öffentlichkeit auch nicht gezeigt werden. Trauriges Selbstmitleid ist nämlich eine Schwäche und armselig. Es wirkt auf andere abstoßend – das sagt jedenfalls das hallende Echo in Deinem Kopf.

Vgl. auch Einsamkeit in der Depression – existenziell einsam sein

 

Depressionen verzerren die Wahrnehmung

Leider wird dieser Gedanke noch verstärkt, weil viele Menschen nicht wissen, wie sie mit Dir umgehen sollen. Oft gehen Freunde, Bekannte und sogar Familie auf Abstand, wenn sie sich nicht über Deine Krankheit genauer informiert haben.

Das muss aber nicht einmal sein, selbst normales Verhalten wird von der Depression mit negativen Signalen besetzt.

 

Ich interpretiere dann Blicke und Tun von anderen so:

  • Der Nachbar hat mich nicht gegrüßt und komisch geschaut? Bestimmt dachte er sich „Oh nein, die schon wieder. Die ist so seltsam, kann ich überhaupt nicht leiden.”

  • Bin ich unterwegs und bemerke wie mich andere ansehen, läuft ein ähnlicher Film: “Man, die ist ja brutal fertig!”

    “Warum benimmt die sich so komisch? Ist wohl nicht ganz sauber im Kopf.”

    “Wie Scheiße sieht die denn aus?!”


  • „Ich bin nicht genug“

  • “Ich bin kein guter Mensch (Mutter, Vater, Partner, Freund)

  • „Ich bin schwach und wertlos“

  • “Ich bin ein Versager”

 

3) Vernichtende Selbstkritik

Einen inneren Kritiker hat jeder Mensch. Als Depressiver erhält diese Instanz jedoch ein gigantisches Ausmaß.

David gegen Goliath, nur hast Du in dem Fall keine Schleuder parat und bist auch nicht mutig oder schlau genug, um den Riesen zu überlisten.

Selbstkritik tritt bei Depressiven oft auf, wenn ein Hindernis bzw. Herausforderung ansteht oder nicht gemeistert wurde.

Dein Selbstwert und Selbstbewusstsein ist so sehr von der Depression untergraben, dass Du Deiner Selbstkritik nichts entgegensetzen kannst.

Dir ist nur zu klar, dass Du anders bist als alle anderen. Dass Du nicht so leistungsfähig bist wie alle anderen. Dass Du an den kleinsten Aufgaben und am Leben scheiterst…

 

Ein Mensch zweiter Klasse

Du hast keine Selbstachtung mehr, gnadenlos stürmen Selbstvorwürfe und Selbstverurteilung auf Dich ein. Im Grunde verstehst Du Dich selbst als Mensch zweiter Klasse: wertlos, nutzlos, schwach und unzulänglich.

 

Dadurch kommen die folgenden Gedanken immer wieder in mir hoch:

  • „Scheiße, alle anderen schaffen es auch – warum ich nicht?“

  • „Wenn ich weiterhin so elend und schwach bin, brauche ich niemandem mehr unter die Augen treten.“

  • „Ich kann überhaupt nichts richtig. Bin nichts Wert, solange ich nichts leisten kann.“

  • „Die andren werden mich alle für faul und nutzlos halten. Und sie haben Recht!“

  • „Klar hab ich das nicht hinbekommen! Ich bin einfach nicht klug / schön / gut genug.“

  • “Ich bin es nicht wert, andere um Hilfe zu bitten.”

 
  • Das hat alles keinen Sinn mehr”

  • „Wozu überhaupt? Bringt doch nichts”

  • „Das Leben ist sinnlos, ich bin sinnlos.“

 

4) Sinnleere & Entfremdung

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Nichts mehr geht seinen gewohnten Gang.

Du bist nicht mehr fähig, Dich zu konzentrieren, in Deinem Kopf herrscht ein chaotisches Knäuel.

Irgendwann ist es typisch, dass Dir Gedanken über die Sinnlosigkeit Deines Daseins in den Kopf schießen und immer mehr an Raum gewinnen

Das Ding mit der Sinnfreiheit ist verdammt schwer zu erklären. Du selbst spürst den Mangel an Sinn mit seiner ganzen Macht an Konsequenz. Aber wie soll das jemand verstehen, der diesen Mangel nicht gefühlt hat?

 

Die haltlose Existenz ohne Zukunft

Sinnlos zu sein bedeutet, das Leben nicht mehr zu fühlen, seinem eigenen Wesen zutiefst zu misstrauen. Manchmal ist das wie in einem Film: Du bist nur Zuschauer oder höchstens Statist, siehst das Leben apathisch an Dir vorüberziehen.

Du gehörst nicht hierher, Du gehörst nicht zu den Menschen. Du bist nichts weiter als ein Existenzfehler – etwas, das da ist, aber kein Recht hat, da zu sein.

Weitere Erklärungen zur Depression & Sinnlosigkeit findest Du hier: Gefühllos – Wenn die Depression Gefühle blockiert

  • “Ich bin nur eine Last für mein Umfeld.”

  • “Ich stürze alle ins Unglück”

  • “Jeder Fehler beweist, wie dumm/hässlich/schlecht ich bin”

 

5) Selbstverurteilung & Katastrophisierung

Jedes Missgeschick und jeder Fehler sind in der Depression ein Beweis dafür, dass Du nicht genug bist. Weder als menschliches Wesen noch als Individuum oder Teil einer Gemeinschaft.

Die kleinsten Missgeschicke sind für Dich eine Krise von gewaltigem Ausmaß. Als wären sie das unumstößliche Zeugnis Deiner vollkommenen Unzulänglichkeit, Lebensunfähigkeit und seelischen Missbildung.

 

Beispiele für anklagende Untertitel:

  • Einkaufstüte vergessen?
    “Sowas Bescheuertes kann auch nur mir passieren! Wie verdammt dumm und unfähig ich bin. Ich kann ja überhaupt nichts richtig.”

  • Der Sohn ist zu dick? “Alles nur meine Schuld. Wenn ich nicht so eine schlechte Mutter wäre, würde es dem Kind gut gehen.”

  • Dein Partner ist gestresst oder schlecht drauf? “Natürlich liegt das an mir. Meine Schwäche und meine Person ist eine einzige Zumutung. Ich mache ihm das Leben kaputt. Er wäre besser ohne mich dran.”

 

Was sind Gedankenkreise?

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Gedankenkreise, Grübelattacken, Gedankenspirale, Gedanken-Overload – negative Gedanken kommen immer wieder bei Depressionen. Manche sprechen auch von einem Grübelzwang.

Grübeln tut jeder, der lange und intensiv über etwas nachdenkt. Das macht noch keinen Kranken. Tatsächlich grübeln intelligente und reflektierte Menschen häufiger selbstkritisch.

Kein Mensch kann Gedanken an Probleme oder Schwierigkeiten unterdrücken. Aber wenn das Grübeln chronisch wird, dann sprechen wir von krankhaftem Grübeln, kurz: Gedankenkreisen.

 

Forscher nennen das Rumination

Die englische Bezeichnung für das Wiederkäuen, wie es Kühe und Schafe tun. Dieses Zermahlende, Zerreibende ist das wesentliche Merkmal von Gedankenkreisen.

Gedankenkreise bestehen aus negativen Gedanken, die sich Dir gewaltsam aufdrängen und Dein Bewusstsein komplett vereinnahmen. In den meisten Fällen dreht sich dabei Dein Denken um Deine eigene Person, um Deinen Wert als Mensch und Dein Selbst. Sie sind jedes Mal anklagend, voller Vorwürfe und harter, beleidigender Kritik. (vgl. Depression: Bilder im Kopf (Intrusionen) – Was hilft?)

Selbstabwertung, Selbstzweifel und Selbstvorwürfe beeinflussen Deine Stimmung und Dein Selbstverständnis sehr sehr negativ. Sie bearbeiten Dich so lange, bis nichts mehr von Dir übrig ist. Wirklich gar nichts.

 

Warum kommen negative Gedanken bei Depressionen?

Das passiert beim Gedankenkreisen in Kopf & Körper

Beim Grübeln findet sozusagen ein Selbstgespräch statt. Das fanden Forscher des Max-Planck-Instituts in mehreren Studien 2012 heraus (1): Beim intensiven Nachdenken sind die Konfliktzentren im Gehirn aktiv (insbesondere der linke inferiore frontale Gyrus und der cinguläre Cortex). Das sind Areale, die mit gesprochener Sprache, inneren Selbstgesprächen und auch Konflikten in Zusammenhang stehen.

Beim chronischen Grübeln (= Gedankenkarussell) sind solche Zwiegespräche mit Dir selbst aber nicht produktiv und lösungsorientiert. Sie sind einfach nur negativ und aggressiv. Häufiges Gedankenkreisen führt zu Stress, Frustration und oft auch zu psychischen Krankheiten (1) – wenn sie nicht selbst schon ein Symptom davon sind (Bsp. Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörung)

 

Wie kannst Du Gedankenkreisen von normalem Grübeln unterscheiden?

Psychologen empfehlen oft diese Methode: Folge ca. 2 Minuten lang Deinen Gedanken in einer Grübelsituation. Dann stellst Du Dir 3 Fragen:

  1. Inwiefern hat Dich das weiter gebracht? Hast Du eine Erkenntnis gewonnen, die Dir vorher nicht klar war?

  2. Hast Du Dich einer Lösung angenähert?

  3. Fühlst Du Dich jetzt besser?

Kannst Du keine Frage mit einem sicheren Ja beantworten, steckst Du wahrscheinlich in einer Gedankenspirale.

 

Was hilft gegen Gedankenkreise?

  • Übe Dich in Achtsamkeit

    zum Beispiel 15 Minuten am Tag die Außenwelt bewusst beobachten, Meditieren, Sport treiben…

  • Distanziere Dich von Deinen Gedanken

    Du hast 70.000 Gedanken am Tag. Sie alle sind, was sie sind: nur Gedanken, nicht die Wirklichkeit. Mach Dir das immer wieder bewusst, indem Du Dir sagst: Ich habe gerade den Gedanken, dass… - diese Formulierung schafft die nötige Distanz.

  • Mach den Gedanken-Stopp

    Du rufst laut Stopp oder innerlich, schreibe die Gedanken auf und lege sie für später auf die Seite.

  • Vereinbare mit Dir selbst einen Grübeltermin

    klingt voll irre, kann aber helfen. Nimm Dir bewusst 30 Minuten Zeit am Tag, in denen Du die Gedankenschleifen zulässt.

  • Entschärfe Deine Gedanken mit Stimmenverstellung

    viele Depressive nutzen humoristische Stimmen wie Micky Maus oder Donald Duck, denn auch das schafft Distanz.

  • Mach eine Zeitverschiebung

    Frage Dich, ob Deinen Gedanken Dich auch in 5 oder 10 Jahren noch beschäftigen werden. In den meisten Fällen kannst Du das verneinen.

  • Lenke Dich ab

    Manchen Betroffenen hilft es, sich mit Rätseln, guter Laune-Musik oder einem Spaziergang in der Natur abzulenken.


Fazit: Typische Gedanken bei Depressionen

  • Grübeln ist lediglich ein Anzeichen von intensivem Nachdenken und noch nicht krankhaft

  • Chronisches Grübeln ist pathologisch und wird oft als Gedankenkreisen, Grübelzwang, Gedankenkarussell etc. (Rumination) bezeichnet

  • Gedankenkreisen erzeugt psychische Krankheiten oder ist ein Symptom davon

  • Gedankenspiralen müssen aktiv unterbrochen werden

  • Typische Gedanken in der Depression sind:

    • Schuldgedanken und Schuldgefühle: “Ich bin an allem selbst schuld”

    • Angst vor Ablehnung und Einsamkeit: “Niemand mag mich”

    • Verabsolutierende Selbstkritik: “Ich bin ein schlechter Mensch”

    • Sinnkrise und Entfremdung: “Ich bin sinnlos”

    • katastrophale Selbstverurteilung: “Jeder meiner Fehler zeigt, wie unnütz und wertlos ich bin”

» Folgen von Depressionen: körperlich, psychosozial & beruflich


Quellen:

1) Dr. Britta Grigull: Ich denke – also spreche ich? Was im Kopf von Menschen vor sich geht, die zum Grübeln neigen (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung)

Tamara Niebler (Inkognito-Philosophin)

Hi, ich bin Tamara, freie Journalistin & studierte Philosophin (Mag. phil.). Hier blogge ich über persönliche Erfahrungen mit Depressionen & Angst – und untersuche psychische Phänomene aus einer dezidiert philosophischen Perspektive. Zudem informiere ich fachkritisch über soziale Ungerechtigkeiten und gesellschaftliche Missstände, die uns alle betreffen.

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