
Philosophie Blog
über Psyche & Lebenswelt
Dieser Philosophie Blog vermittelt philosophische Denkanstöße & Essays zu den Themen Philosophie der Psychologie & Psychotherapie sowie Gesellschaft und Sinn.
Hier soll die Philosophie für eine allgemeine Lebenswirklichkeit des Menschen wieder fassbar werden. Und zwar in verständlicher & klarer Sprache, doch gleichzeitig mit intellektuell-kritischem Anspruch.
Philosophieren ist lebendig, praktisch und ganz schön herausfordernd. Die Philosophie fragt und kritisiert, inspiriert und diskutiert, analysiert und erklärt. Doch genau deshalb geht sie über eine eindimensionale, naturwissenschaftliche Ideologie von Mensch & Welt hinaus. (Vgl. phänomenologische Perspektiven, Existentialismus u.v.m.)
Kategorien-Übersicht
Naturrecht heute – Zur Aktualität einer alten Denkfigur
Dass die menschliche Natur etwas mit der Moralität und dem Rechtsempfinden des Menschen zu tun hat, steht außer Frage. Was seit jeher umstritten ist und – soviel ist klar – auch weiterhin heftig umstritten sein wird, das ist die Frage, was wir denn meinen, wenn wir von der „Natur“ sprechen.
Ende gut, alles gut? Eine (ganz) kurze Geschichte des Longterminismus
Eine neue Utopie macht die Runde: Longterminismus. Sie funktioniert in den Köpfen ihrer Verfechter so: Wir werden Dank des technologischen Fortschritts in der Lage sein, fremde Planeten zu besiedeln und/oder als Avatare eine andere Existenzform annehmen – jenseits von Kriegen, Krisen und Klimawandel. Also: Vergessen wir die Gegenwart, gehen wir in die Zukunft!
Gibt es Wahrheit? – Wenn ja, wie viele?
Aus der Frage nach der Erkenntnis und wie man sie gewinnt, folgt die Frage nach der Wahrheit. Gibt es eine objektive Wahrheit? Wenn nicht, was bleibt dann übrig? Wenn ja, können wir sie erkennen? Wodurch? - Ein kleiner Ritt durch die Wahrheitstheorien (Platon, Thomas von Aquin, Kant et al.), dazu: Wahrheit und Moral sowie Wahrheit und Religion.
Menschenrechte: Es geht um jeden Einzelnen
Eine seit 2500 Jahren virulente Fragestellung der Sozialphilosophie betrifft das Verhältnis von Individuum und Kollektiv. Die Betrachtung der wechselseitigen Beeinflussung und die Rechtfertigung ihres Ausmaßes, insbesondere ihrer Begrenzung, bestimmen auch gegenwärtig den sozialphilosophischen Diskurs.
Depression als Strafe Gottes? – Ein Beispiel schlechter Theologie
Ich hatte hier in Depression als Christ am Ende nur kurz angedeutet, dass ich im Leid der Depression keine Strafe Gottes sehe. Das verdient eine vertiefende Erläuterung, zumal der Gedanke unter Christen, die mit Depressionen zu tun haben, immer noch virulent ist. Ich halte diesen Gedanken für ein Resultat schlechter Theologie.
Theodizee-Frage: Vom Warum zum Wozu – Ein Antwort-Versuch
Wie kommen wir weg vom grüblerischen Kreisen um die Theodizee-Frage, die für Christen wichtig ist? Ich möchte hier eine Transformation von den Ursachen und Gründen (Warum?) hin zu den Zwecken (Wozu?) vorschlagen.
Hiob & die Depression – Ein Buch der Hoffnung
Eine Geschichte in der Bibel, die mich sehr geprägt hat, ist das Buch Hiob über jenen berühmten, gepeinigten Gerechten, der trotz allem, was ihm an Schlechtem widerfährt, treu zu seinem Gott steht.
Depression als Christ – Wie kann das sein?
Eigentlich dürfte es so jemanden wie mich gar nicht geben: einen depressiven Christen. Ich bin katholischer Christ, glaube an Gott – und habe dennoch immer wieder mit Depressionen zu tun. Ja: dennoch. Der christliche Glaube vermittelt schließlich eine zutiefst positive, lebensbejahende, erlösende Botschaft…
Was Philosophie beiträgt
Philosophie ist grundlegend praktisch
Leider wird sie heutzutage oft mit Fachsimpelei verwechselt, obwohl sie doch orientierende Praxis für den Alltag und das Leben ist.
Wesentlich ist der Bezug zur menschlichen Erfahrung und Lebenswirklichkeit: Die Philosophie ist keine abgehobene Theorie, sondern eng verbunden mit dem Leben, das wir führen. Auch wenn sie sich in den höchsten Sphären bewegt, verliert sie nicht den Bezug zur Realität. Oder sollte sie zumindest nicht. Schließlich hat Philosophie die Zielsetzung, Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen und unentdeckte Perspektiven zu eröffnen.