
Philosophie Blog
über Psyche & Lebenswelt
Dieser Philosophie Blog vermittelt philosophische Denkanstöße & Essays zu den Themen Philosophie der Psychologie & Psychotherapie sowie Gesellschaft und Sinn.
Hier soll die Philosophie für eine allgemeine Lebenswirklichkeit des Menschen wieder fassbar werden. Und zwar in verständlicher & klarer Sprache, doch gleichzeitig mit intellektuell-kritischem Anspruch.
Philosophieren ist lebendig, praktisch und ganz schön herausfordernd. Die Philosophie fragt und kritisiert, inspiriert und diskutiert, analysiert und erklärt. Doch genau deshalb geht sie über eine eindimensionale, naturwissenschaftliche Ideologie von Mensch & Welt hinaus. (Vgl. phänomenologische Perspektiven, Existentialismus u.v.m.)
Kategorien-Übersicht
Gibt es Wahrheit? – Wenn ja, wie viele?
Aus der Frage nach der Erkenntnis und wie man sie gewinnt, folgt die Frage nach der Wahrheit. Gibt es eine objektive Wahrheit? Wenn nicht, was bleibt dann übrig? Wenn ja, können wir sie erkennen? Wodurch? - Ein kleiner Ritt durch die Wahrheitstheorien (Platon, Thomas von Aquin, Kant et al.), dazu: Wahrheit und Moral sowie Wahrheit und Religion.
Erkenntnis & Selbsterkenntnis (in Philosophie & Theologie)
Im Rahmen verschiedener Therapieansätze ist mir oft der Begriff der Selbsterkenntnis begegnet. Sich selbst zu erkennen, das gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben, die das Leben uns stellt. Zumal die Sache mit der Erkenntnis eine ziemlich komplizierte ist.
Arme Menschen sind meist Deutsche & Arbeitstätige
In der öffentlichen Wahrnehmung wird das Bild von Armut oft mit Arbeitslosigkeit, Migration und geringer Bildung in Verbindung gebracht. Doch die Realität zeichnet ein komplexeres Bild: Eine Großzahl der Personen, die in Deutschland offiziell von Armut betroffen sind, bleiben trotz Job und angemessener Qualifikation im Teufelskreis der Armut gefangen.
Kritik an der offiziellen Psychotherapie 3
Jetzt schreiten wir zu dem Wort Krankheit. Eigentlich sollte von Krankheit genau dann gesprochen werden, wenn eine Person leidet, sei es an Niedergeschlagenheit, sei es an einem Taubheitsgefühl im kleinen Zeh, an Schmerzen im Unterbauch oder an Angstzuständen.
Der Mensch als ens sociale
Klar – das Leben ist nicht immer schön. Mehr noch: Manchmal ist das Leben richtig mies. Dann kann es sein, dass man dieses Leben nicht mehr ertragen mag, dass man einfach nicht mehr leben möchte. Diese Entscheidung trifft man allein – und doch ist man nicht allein. Jeder Mensch ist ein ens sociale – und bleibt es bis zuletzt.
Hoffnungslosigkeit (Philosophie) – Bedeutung & Merkmale
Wer hoffnungslos ist, hat keine positive Aussicht auf die Zukunft. Dabei ist dieser Zustand mehr als ein bloßes Gefühl. So untergräbt Hoffnungslosigkeit die Motivation und die Vitalität, die ein Mensch braucht, um das Hier und Jetzt aktiv zu gestalten.
Kritik an der offiziellen Psychotherapie #2
Im Folgenden stelle ich dar, was ich an der Haltung der offiziellen (auch: akademischen) Richtlinien-Psychotherapie (RPT) problematisch finde. Oftmals zeigt sich diese Haltung nicht ausdrücklich, sondern nur indirekt…
Der Wille zum Sinn – Sinn und Leiden bei Viktor Frankl
Frankl begründete die Logotherapie. Deren Grundgedanke besteht darin, das Leben auf ein Ziel hin auszurichten, das jenseits der gegenwärtigen Leiderfahrung liegt. Wer ein solches Ziel hat, sich auf den Weg macht und somit nicht im mangelhaften Zustand des Hier und Jetzt verbleibt, kann dieses Leid aushalten und überwinden.
Kritik an der offiziellen Psychotherapie #1 – Evidenz und Zweifel
Klagen von Patientinnen (*), Fall-Schilderungen von Kollegen, Diagnostik- und Therapieleitlinien sowie Fachveröffentlichungen erzeugen mitunter den Eindruck, dass sich die Psychotherapie von einer fragenden in eine apodiktische Disziplin verwandelt hat.
Menschenrechte: Es geht um jeden Einzelnen
Eine seit 2500 Jahren virulente Fragestellung der Sozialphilosophie betrifft das Verhältnis von Individuum und Kollektiv. Die Betrachtung der wechselseitigen Beeinflussung und die Rechtfertigung ihres Ausmaßes, insbesondere ihrer Begrenzung, bestimmen auch gegenwärtig den sozialphilosophischen Diskurs.
Depression als Strafe Gottes? – Ein Beispiel schlechter Theologie
Ich hatte hier in Depression als Christ am Ende nur kurz angedeutet, dass ich im Leid der Depression keine Strafe Gottes sehe. Das verdient eine vertiefende Erläuterung, zumal der Gedanke unter Christen, die mit Depressionen zu tun haben, immer noch virulent ist. Ich halte diesen Gedanken für ein Resultat schlechter Theologie.
Wahrheit: Erosion oder Differenzierung?
Neue Publikation zum Thema Erkenntnistheorie (auch in der Psychotherapie). Kann es ein Näher-an- oder Weiter-weg-von-der Realität überhaupt geben? Was passiert mit der Erkenntnistheorie, wenn wir sie von einem 1-Personen-Stück (Naturwissenschaft) zu einem Mehr-Personen-Stück (soziale Systeme) erweitern? Findet der Kritische Rationalismus in den Wissenschaften überhaupt statt?
Was Philosophie beiträgt
Philosophie ist grundlegend praktisch
Leider wird sie heutzutage oft mit Fachsimpelei verwechselt, obwohl sie doch orientierende Praxis für den Alltag und das Leben ist.
Wesentlich ist der Bezug zur menschlichen Erfahrung und Lebenswirklichkeit: Die Philosophie ist keine abgehobene Theorie, sondern eng verbunden mit dem Leben, das wir führen. Auch wenn sie sich in den höchsten Sphären bewegt, verliert sie nicht den Bezug zur Realität. Oder sollte sie zumindest nicht. Schließlich hat Philosophie die Zielsetzung, Selbstverständlichkeiten kritisch zu hinterfragen und unentdeckte Perspektiven zu eröffnen.